
Johann Schröder widmet dem amerikanischen Komponisten einen Konzertabend am Klavier
Unter dem Titel »Happy Birthday, George Gershwin!« lädt der Förderverein Kreuzkirche Sennestadt am Samstag, dem 26. September, um 18 Uhr zu einem Klavierkonzert ein. Am Flügel ist Johann Schröder zu hören, der mit George Gershwin nicht nur die Leidenschaft für das Klavier teilt: Wie der 1898 geborene Komponist kam auch Schröder in New York zur Welt – allerdings 54 Jahre später.
Nach seinem Musikstudium in Baltimore, Montreal und Essen war Johann Schröder zunächst als Ballettkorrepetitor am Theater Hagen tätig. Anschließend unterrichtete er 29 Jahre an der Musik- und Kunstschule Bielefeld. Dort beschäftigte er sich auch intensiv mit Gershwins Musik. Mit seiner Klavierklasse entwickelte er unter anderem ein besonderes Projekt zur »Rhapsody in Blue«: Mehrere Schüler übernahmen im Wechsel den Solopart, während an einem zweiten Flügel die Klavierfassung des Orchesterparts gespielt wurde. Das Projekt war später auch im Sennestadthaus zu erleben. Schröders Repertoire reicht von Bach bis Schönberg und umfasst ebenso Musical- und Filmmusik.
Beim Konzert in der Kreuzkirche steht nun die Musik George Gershwins im Mittelpunkt. Zu hören sind die »18 Songs«, die Gershwin aus dem »American Songbook«, einer Sammlung von Musicalnummern, für Klavier bearbeitete. Seine Arrangements zeigen eindrucksvoll den von Improvisation geprägten Klavierstil des Komponisten.
Die Arrangements inspirierten auch den Choreografen George Balanchine. Er verwendete Gershwins Musik 1970 für sein Ballett »Who Cares?«, dessen Titel auf einen der Songs zurückgeht.
Gershwin selbst war für seine Improvisationskunst am Klavier bekannt. Die Grundlagen dafür legte er bereits in jungen Jahren. Mit 16 Jahren arbeitete er für einen New Yorker Musikverlag und spielte dort eingereichte Notenmanuskripte vom Blatt, um deren musikalisches Potenzial einzuschätzen. Die dabei gesammelte Erfahrung prägte seinen unverwechselbaren Stil.
Beim Konzertabend in der Kreuzkirche geben eingestreute Erläuterungen zusätzliche Einblicke in die gespielten Stücke und ihre Entstehung.
Der Eintritt zum Konzert ist frei, eine Spende zum Erhalt der Kirche wird erbeten